PROJEKT 1159 - Fernmeldeaufklärung der Bundesmarine, Marinefernmeldesektor 73

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KONI KLASSE



Projekt 1159, Deckname Delfin, von der NATO als KONI KLASSE bezeichnet, war eine Klasse von Fregatten, die in der Sowjetunion für den Export entwickelt wurde. Vierzehn Fregatten dieses Typs wurden von 1973 bis 1988 in Selenodolsk gebaut. Das Projekt 1159 wurde ab 1968 entwickelt und war für den Export in befreundete Staaten der Sowjetunion vorgesehen. Die Entwicklung begann nur fünf Jahre nach dem Planungsstart von Projekt 1124 GRISHA-KLASSE und profitierte von den Erkenntnissen, die man bei deren Bau gewonnen hatte, sowie von denen, die man beim Einsatz der Projekt 159 PETYA KLASSE gesammelt hatte. Projekt 1159 wies eine deutlich bessere Hochseetauglichkeit als ihre Vorgänger auf, erreichte aber eine um 4 Knoten niedrigere Spitzengeschwindigkeit. Das erste Schiff der Klasse wurde 1975 in Dienst gestellt, nach insgesamt 14 Schiffen endete die Produktion der KONI KLASSE im Jahr 1987. Von diesen 14 gehörten sechs zum Projekt 1159, sechs weitere zum modifizierten Projekt 1159-T (Koni-II-Klasse) und zwei zum Projekt 1159-TR (Koni-III-Klasse), die für Libyen gebaut wurden. Das Antriebskonzept von Projekt 1159 entspricht weitgehend dem bereits beim Projekt 1124 GRISHA-KLASSE verwendeten. Es ist ein CODAG-Antrieb mit zwei Typ-68B-Dieselmotoren mit je 8.000 PS (5.884 kW), gekoppelt mit einer M-813-Gasturbine mit 18.000 SHP (14.710 kW). Über drei Propeller können so 22 Knoten allein mit den Dieselmotoren erreicht werden, die maximal mögliche Geschwindigkeit, unter Einbeziehung der Gasturbine, liegt bei knapp 30 Knoten. Für den Einsatz wurde die ökonomisch sinnvollste Geschwindigkeit deutlich niedriger, mit 14–15 Knoten, angeben. Die Geschützbewaffnung besteht aus zwei AK-726 Türmen mit je zwei koaxial montierten 76-mm Geschützen. Je ein Turm auf der Back und am Heck. Zusätzlich sind zwei RBU-6000-Wasserbombenwerfer zwischen vorderem Geschützturm und Brücke auf dem Aufbau aufgestellt. Zur Bekämpfung von Luftzielen sind die Schiffe mit einem Starter für OSA-Flugabwehrraketen ausgerüstet. Im Nahbereich können zwei AK-230 Türme mit je zwei 30-mm Maschinenkanonen eingesetzt werden. Die für Jugoslawien gebauten Schiffe Split (später in Beograd umbenannt) und Kopar (später in Podgorica umbenannt) sowie die für Algerien gebauten Schiffe erhielten vier einzelne Startvorrichtungen für je einen P-20-Marschflugkörper. Die Starter waren so aufgestellt, dass die Raketen zum Heck hin abgefeuert werden mussten. Die beiden Schiffe für Libyen erhielten zwei Startcontainer mit je zwei P-20 M-Raketen, die in Richtung des Bugs abgefeuert werden. Nur die algerischen Einheiten wurden auf SS-N-25-Lenkwaffen, Torpedowerfer und moderne Elektronik modernisiert. Die Schiffe verfügten über ein Radarsystem für die Navigation, Luft- und Oberflächensuche und zur Feuerleitung. Zur Suche nach U-Booten war unterhalb des Rumpfes ein Sonar montiert und eine Vorrichtung zum Einsatz eines Schleppsonars befand sich am Heck.

"ROSTOCK"
"BERLIN"
"HALLE"
"356"
EX-"SKR-471" - AUSSER DIENST GESTELLT IM JAHR: 1996.

"SMELY"
"SMELY"
DETAIL

"RAIS KELIK"
EX "SKR-35".
"RAIS KORFU"
EX "SKR-129".


"BEOGRAD"
WRACK "BEOGRAD"
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