DAS U-BOOT "K-24" - U-461 - Fernmeldeaufklärung der Bundesmarine, Marinefernmeldesektor 73

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DAS U-BOOT "K-24" - U-461


Ich habe das U-Boot im Jahre 1996 nur per Zufall entdeckt. Man konnte es damals (1996) besichtigen im Hafen von Kopenhagen. Die JULIETT-KLASSE war ein Teil des "Anti-Transportprogrammes" der sowjetischen Flotte. Das U-Boot war u. a. mit 4 Raketen vom Typ SSN-3 Shaddock ausgerüstet, welche mit oder ohne Atombewaffnung Ziele in einem Abstand von 500 km treffen konnten. Seine Aufgabe war es, im Falle eines Krieges feindliche Schiffe zu treffen. Um ihre Raketen abfeuern zu können, mussten U-Boote der JULIETT-KLASSE an die Oberfläche auftauchen. Musste es Ziele hinter dem Horizont treffen, bekam es Hilfe von speziellen Flugzeugen vom Typ TU-95, welche die Raketen hin zum Ziel führten. U-Boote der JULIETT-KLASSE haben zwei Paar Abschussrampen, ein paar vor und ein paar hinter dem Turm. Vorn im Turm befindet sich ein grosses, zusammenklappbares Radar. Dieses wurde auch gebraucht um Ziele aufzuspüren und die Raketen zu leiten. In den Jahren von 1961 bis 1969 wurden 16 U-Boote der JULIETT-KLASSE auf der Krasnaya Sormovo Werft in Gorky gebaut. Sie wurden zur gleichen Zeit gebaut als die sowjetische Flotte mit dem Bau ihres atomgetrieben U-Bootprogramms begann. Die meisten Einheiten der JULLIET-KLASSE wurden am Anfang des Jahres 1980 in die BALTISCHE FLOTTE verlegt, wo sie im Falle eines Krieges auch Unterstützung bei Landkampfhandlungen geben sollten. Das U-Boot hier, "K-24" - U-461, wurde am 30.06.1994 aus dem aktiven Dienst genommen. Von dänischen Marinefreunden gekauft und restauriert, lag es als Museumsschiff in Kopenhagen am Hafenkai, ein wenig abseits vom Zentrum der Stadt. Dort konnte man es besichtigen. Eintritt kostete 5,5,- DRK.

Seit 1998 befindet sich "K-24" - U-461" in Peenemünde auf Usedom in Mecklenburg Vorpommern und liegt an der Pier des ehemaligen Marinestützpunktes der 1. Flottille.


 

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Last Update: 03.11.2017
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