TK-12 "SIMBIRSK" - Fernmeldeaufklärung der Bundesmarine, Marinefernmeldesektor 73

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TK-12 "SIMBIRSK"

"TK-12" wurde am 19. April 1980 in Sewerodwinsk auf Kiel gelegt und lief am 17. Dezember 1983 vom Stapel. Im folgenden Jahr wurde das U-Boot ausgerüstet und erprobt, bevor es am 26. Dezember 1984 in den Dienst der Nordflotte gestellt wurde. Im Herbst 1987 durchbrach sie die Eisdecke am Nordpol und startete im Rahmen einer Übung zwei R-39-Interkontinentalraketen, von denen jedoch eine vorzeitig explodierte. 1991 bis 1992 wurde sie zur Überholung eingedockt. Sie führte im Anschluss mehrere Patrouillen durch, wurde aber 1996 in die Reserve versetzt. Im November 2001 erhielt sie den Ehrennamen "SIMBIRSK", 2005 wurde ihre Verschrottung im Zuge internationaler Verträge beschlossen. Das U-Boot wurde am 21. November 2006 zur Zerlegung eingedockt und verschrottet. Die Seekriegsflotte übernahm das neue Schiff am 26. Dezember 1984 und am 15. Januar 1985 wurde "TK-12" in die neu aufgestellte 18. Division der 1. Flottille der Nordflotte in der Nerpitschja-Bucht bei Sapadnaja Litsa eingegliedert. Es folgten Abschreckungspatrouillen in der Barentssee und im Nordmeer. Am 24. Dezember 1986 verfing sich "TK-12" mit einer Schraube im Schleppsonar von HMS Splendid (S106) der Royal Navy. Zwar konnte sich "TK-12" vom wesentlich kleineren britischen U-Boot losreißen, musste jedoch mit dessen Schleppsonar in der Schraube ablaufen. Es gibt Gerüchte, dass die Überreste des britischen Sonar untersucht und zur Verbesserung russischer Systeme verwendet wurde. Bis 1991 führte "TK-12" weiter regelmäßige Patrouillen durch. Vom 16. September 1991 bis zum 20. Januar 1992 durchlief "TK-12" die Instandsetzung in der Werft Swjosdotschka. Am 3. Juni 1992 übernahm die Seekriegsflotte das Schiff in praktisch neuem Zustand und teilte es wieder seiner Einheit in der Nerpitschja-Bucht bei Sapadnaja Litsa zu. Weitere Abschreckungspatrouillen folgten. Auf Grund der Abrüstungsbestrebungen sowie raschen Finanzkürzungen wurde "TK-12" schon 1996 aus dem Kampfbestand der Seekriegsflotte ausgegliedert und stillgelegt. Dennoch bekam das Schiff im November 2001 den Namen "SIMBIRSK". 2005 wurde TK-12 "SIMBIRSK" schließlich nach Sewerodwinsk verlegt, wo 2006 in der Werft Swjosdotschka die Verschrottung begann.

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