PROJEKT 12412 - Fernmeldeaufklärung der Bundesmarine, Marinefernmeldesektor 73

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PAUK-KLASSE



Das Projekt 1241.2 "Molnija-2", von der NATO als PAUK-KLASSE bezeichnet, ist eine Schiffsklasse kleiner U-Jagd-Korvetten, die in der Sowjetunion entwickelt wurde. Die Schiffe wurden neben dem Einsatz in der sowjetischen- und russischen Marine an mehrere befreundete Staaten exportiert. In Russland werden sie als Kleine Anti-U-Boot-Schiffe bzw. Grenzpatrouillenschiff klassifiziert. Die Schiffe des Projekts 1241.2 wurden gleichzeitig mit Projekt 1241.1 TARANTUL-KLASSE entwickelt und besitzen den gleichen Rumpf. Einige Quellen sprechen davon, dass der Auftrag zur Entwicklung dieser Klasse von den Grenztruppen der UdSSR erteilt wurde, die ein modernes Patrouillenboot benötigten. Dementsprechend wurden 16 Schiffe als "Kleine Anti-U-Boot-Schiffe" klassifiziert und teilweise exportiert, während 21 Schiffe als Grenzpatrouillenschiffe an die Grenztruppen geliefert wurden. Drei davon wurden später an die Ukraine abgegeben. Im Gegensatz zu Projekt 1241.1 TARNATUL-KLASSE wurden zwei Dieselmotoren vom Typ M-517 bzw. M-507 mit je 10.000 PS eingebaut, welche zwei Schrauben antreiben. Die Reichweite beträgt damit 2000 Seemeilen bei 20 kn bzw. bis zu 3000 sm mit einer Geschwindigkeit von 12 kn. Die Seeausdauer beträgt zehn Tage. Die Bewaffnung besteht aus: vier einzelnen 400-mm-Torpedorohren, einem 76-mm-Geschütz AK-176 im Bug, einem sechsläufigen 30-mm-Luftabwehrgeschütz AK-630 auf dem hinteren Oberdeck, 16 Luftabwehrraketen 9М-313 Igla (SA-N-10 Grouse), 2 Wasserbombenwerfern RBU-1200, 12 konventionelle Wasserbomben, vier Täuschkörperwerfern PK-10 oder zwei PK-16. Es wurden unterschiedliche Radaranlagen verbaut; im Folgenden eine Auflistung der NATO-Bezeichnungen der Geräte: Luftraum- und Oberflächenradar "Peel Cone" bzw. "Positive-E" im E/F-Band, Oberflächenradar "Kivach", "Pechora", "Spin Trough" oder "SRN 207" im I-Band, Feuerleitradar "Bass Tilt" im H/I-Band. Ein rumpfmontiertes Sonar MGK-345 "Bronza" und ein Hochfrequenz-Schleppsonar sind vorhanden. Für den Export wurden modifizierte Schiffe gebaut, welche die NATO-Bezeichnung „Pauk II“ erhielten. Die russische Bezeichnung ist „Projekt 1241PE“. Die auffälligste Änderung ist der Einbau von zwei doppelten Torpedorohren anstelle der vier einzelnen. Einige Schiffe wurden weiter verändert. Beispielsweise besitzt das Schiff 321 der kubanischen Marine keine Torpedorohre, aber dafür zwei doppelläufige 25-mm-Geschütze. Seit dem Jahr 2004 befanden sich noch 25 Schiffe im Dienst: 18 PAUK I-KLASSE bei den russischen Grenztruppen (9 im Pazifik, 6 in der Ostsee, 3 im Schwarzen Meer), 2 PAUK I-KLASSE in der bulgarischen Marine "RESHITELNI" und "BODRI", 1 PAUK II-KLASSE in der kubanischen Marine (321), 1 PAUK I-KLASSE in der ukrainischen Marine U- 208 "KHMELNYTSKYI", 3 PAUK I-KLASSE bei den ukrainischen Grenztruppen "BG-50", "BG-51", "BG-52".

EX-"MPK-124"
FS-14 - "BODRI"

EX-"MPK-146"
FS-13 - "RESHITELNI"
"MPK-60"
AUSSER DIENST GESTELLT AM: 10.04.2002.

"MPK-93"
ÜBERGEBEN AN DIE UKRAINE AM 01.08.1997 ALS U-207 "UZHOROD".

"MPK-116"
ÜBERGEBEN AN DIE UKRAINE AM 01.08.1997 ALS U-208 "KHMELNYTSKYI".

"MPK-306"
AUSSER DIENST GESTELLT AM: 10.04.2002.

P-33 - "ABHAY"

P-34 - "AJAY"
U-207
"UZHOROD"
AUSSER DIENST GESTELLT AM: 07.11.2012.


U-208
"KHMELNYTSKYI"

U-208
"KHMELNYTSKYI"
DETAIL

PROJEKT 1241PE
MPK-291
"NOVOROSSIYSK"
WRACK
U-207 - "UZHOROD"
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