PROJEKT 949A - Fernmeldeaufklärung der Bundesmarine, Marinefernmeldesektor 73

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OSCAR-II KLASSE



Das folgende Projekt 949A OSCAR-II KLASSE war noch größer und erhielt entsprechend den Decknamen Antey. Obwohl nur zwei U-Boote von Projekt 949 gebaut worden waren, hatte das Konzept breite Unterstützung in den oberen Rängen der Marine gewonnen. Das Konkurrenzprodukt, das zur Erfüllung des Auftrages der Bekämpfung amerikanischer Trägergruppen geeignet war, nämlich eigene Flugzeugträger, war wegen der enormen Kosten (etwa das Zehnfache eines 949-U-Bootes), der langen Bauzeiten und der Verwundbarkeit gegenüber Angriffen keine wirkliche Option für eine Massenproduktion. So beschloss man, weitere U-Boote des Projekts 949 zu bauen. Die bisherigen Erfahrungen führten zur Ergänzung weiterer Einrichtungen und einer Überarbeitung der Systeme zur Kontrolle der U-bootseigenen Emissionen. Äußerlich ist der zylindrische Behälter für die SKAT-KC-Antenne auf der Spitze des Heckruders das deutlichste Unterscheidungsmerkmal von Projekt 949A OSCAR-II KLASSE gegenüber Projekt 949 OSCAR-I KLASSE. Der Druckkörper von Projekt 949A – also der Bereich, in dem sich die Besatzung bewegen kann – beherbergt vom Bug bis zum Heck folgende Abteilungen auf je vier Decks: Abteilung 1: Der Torpedoraum mit den Ladevorrichtungen und Reservetorpedos, Rechnerkapazität für das Hauptsonar und die beiden Sonarsensoren an den Rumpfseiten, Batterien. Abteilung 2: Brücke, Sonarraum, Batterien, Treppe zum Turm und zur Fluchtkapsel. Abteilung 3: Funkraum, Antennen, Rechnerkapazitäten, Unterkünfte, Pumpsysteme. Abteilung 4: Einstiegsluke zum Turm, Messe, Aufenthaltsraum, Schwimmbad, Toiletten, Krankenstation. Abteilung 5: Generatoren, Luftaufbereitungsanlage, Frischwassergewinnung. Abteilung 6: Reaktorabteilung mit zwei hintereinanderliegenden Druckwasserreaktoren und Reaktorkontrollen, Druckkammer mit Ausstiegsluke. Abteilung 7: vordere Dampfturbine. Abteilung 8: achtern Dampfturbine. Abteilung 9: Wellentunnel, hintere Ausstiegsluke, Rudermaschinen.

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