KANIN-KLASSE - Fernmeldeaufklärung der Bundesmarine, Marinefernmeldesektor 73

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KRUPNY-KANIN-KLASSE



Projekt 57b oder Projekt 57bis, von der NATO als KRUPNY-KLASSE bezeichnet, war eine Zerstörerklasse der sowjetischen Marine. Nach der Entfernung der veralteten Marschflugkörper, änderte die Marine die Bezeichnung auf Projekt 57A und die NATO, die die Entfernung der Seezielflugkörper registrierte, änderte ihrerseits die Bezeichnung auf KANIN-KLASSE. Die Schiffe der KRUPNY-KLASSE waren die ersten Lenkwaffenzerstörer der sowjetischen Marine. Es wurden acht Einheiten gebaut, eine weitere aber auf der Helling abgebrochen. Drei Schiffe der KRUPNY-KLASSE dienten in der Pazifikflotte, vier in der Nordflotte und eins in der Baltischen Flotte. Von 1966 bis 1978 wurden acht Schiffe zur U-Jagd umgebaut und modernisiert. Sie erhielten unter anderem neue Waffensystem und Elektronik, diese Schiffe wurden von der NATO als KANIN-KLASSE bezeichnet, in der UdSSR erhielten sie die Kennung Projekt 57b. Noch vor dem Ende der Sowjetunion wurden die Schiffe alle in Reserve gestellt oder direkt verschrottet. 1992 befand sich keines mehr in Dienst. Die Schiffe der Klasse entstanden als eine verbesserte Version der KOTLIN-KLASSE, mit der sie die Maschinenanlage gemeinsam hatten. Im Vergleich dazu verfügten die Schiffe der KRUPNY-KLASSE über die ersten Raketensysteme an Bord sowjetischer Zerstörer. Dazu wurden auch Feuerleitanlagen sowie Radarsysteme verbaut, die bisher nicht verwendet worden waren. Nachdem ihre Hauptbewaffnung SS-N-1 Scrubber bereits 1965 als zu schwach angesehen worden war, wurden die Schiffe nach und nach zur U-Boot-Jagd umgebaut. Sie erhielten stärkere Wasserbombensystem vom Typ RBU-6000 und die dazu passenden SONAR-Systeme. "GREMYASHCHIY" 1966–68 modernisiert zu Projekt 57A 17. Juli 1987 als Testfahrzeug; 1994 nach Indien zur Verschrottung, "ZHGUCHIY", 1966–68 modernisiert zu Projekt 57A nach Spanien zu Verschrottung, "ZORKIY", 1969–71 modernisiert zu Projekt 57A verschrottet, "DERZKIY", 1967–72 modernisiert zu Projekt 57A 7. August 1977 in Reserve, "GNEVNYY", 1972–73 modernisiert zu Projekt 57A 1988 verschrottet, "UPORNYY", 1977–78 modernisiert zu Projekt 57A 24. Juni 1991 als schwimmende Baracke; 1993 verschrottet, "BOYKIY", 1970–73 modernisiert zu Projekt 57A nach Spanien zur Verschrottung; bei Überführung im Januar 1989 Havarie vor Norwegen, "GORDYY", 1973–77 modernisiert zu Projekt 57A als Raketenziel am 9. August 1987 versenkt, "KHRABRYY", Bestellung gestrichen und Bau am 1. Juli 1963 gestoppt.

"GORDYY"
GESUNKEN AM: 30.07.1987.

"GNEVNYY"
AUSSER DIENST GESTELLT AM: 08.04.1988.

"BOYKIY"
AUSSER DIENST GESTELLT AM: 09.02.1988.

"UPORNYY"
AUSSER DIENST GESTELLT AM: 29.06.1993.


"ZORKIY"
AUSSER DIENST GESTELLT AM: 30.06.1993.

"GREMYASHCHIY"
AUSSER DIENST GESTELLT AM: 02.10.1991.

"ZHUCHIY"
AUSSER DIENST GESTELLT AM: 30.07.1987.

"DERZKIY"
AUSSER DIENST GESTELLT AM: 19.04.1990.

WRACK
"BOYKIY"
WRACK
"GORDYY"
WRACK
"GREMYASHCHIY"
WRACK
"KHRABRYY"
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