PROJEKT 1141 - Fernmeldeaufklärung der Bundesmarine, Marinefernmeldesektor 73

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BABOCHKA-KLASSE

Der Prototyp BABOCHKA-KLASSE, einer Klasse von Tragflächen-U-Jagd-Schnellbooten wurde 1977 in Dienst gestellt. Das damals größte Tragflügelboot hatte analog zum Projekt 1240 MUKHA-KLASSE voll eingetauchte Tragflügel und wurde parallel dazu entwickelt. Eine Serienfertigung kam allerdings vorerst nicht zustande, erst ab 1986 wurden zwei weitere, modifizierte Boote gebaut, welche als Projekt 11451 bezeichnet werden. Nach der Testphase wurde der Prototyp bei der Schwarzmeerflotte unter dem Namen "ALEKSANDR KUNAHOVICH" in Dienst gestellt. Namensgeber war der Chefingenieur des Konstruktionsbüros Selenodolsk, welcher das Projekt entwickelt hat. Das Boot hatte einen CODOG-Antrieb. Bei Geschwindigkeiten bis zu 8 kn wurde ein Wasserstrahlantrieb mit zwei Dieselmotoren vom Typ M-401 mit 2400 PS dazu genutzt. Bei höheren Geschwindigkeiten übernahmen drei Gasturbinen vom Typ NK-12M (36.000 PS), welche 3 Propellerpaare (je einen Schub- und Druckpropeller) antreiben. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 60 kn, die Reichweite 1230 Meilen bei 8 kn. Das Boot besaß ursprünglich zwei 406 mm Vierfach-Torpedorohre und zwei sechsläufige 30 mm Luftabwehrgeschütze vom Typ AK-630. 1991 wurde es umgerüstet als Testplattform für die neuen RPK-9 Medwedka (SS-N-29) Anti-U-Boot-Lenkwaffen (zwei 533 mm Vierfachstarter). 1994 wurde das Boot außer Dienst gestellt und am 10.03.1994 verschrottet.
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