"MOSKVA" - Fernmeldeaufklärung der Bundesmarine, Marinefernmeldesektor 73

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"MOSKVA"



Die "MOSKVA" ist ein russischer Lenkwaffenkreuzer des Projekts 1164. Sie wurde von der Sowjetunion in Mykolajiw gebaut und unter dem Namen "SLAVA" in die sowjetische Marine aufgenommen. Das Schiff ist das Typschiff seiner Klasse, die von der NATO als SLAVA-KLASSE bezeichnet wird. Der Name der "SLAVA" wurde später in den Traditionsnamen "MOSKVA" geändert, den zuvor ein Flugdeckkreuzer des Projekts 1123 MOSKVA-KLASSE getragen hatte.Nach seiner Indienststellung 1982 diente das Schiff in der Schwarzmeerflotte. 1989 war der Kreuzer im Mittelmeer eingesetzt. Um einschneidende Änderungen zwischen den Beziehungen den USA und der Sowjetunion zu besprechen, vereinbarten US-Präsident George Bush und der Generalsekretär der KPdSU Michail Gorbatschow ein Treffen auf Malta, bei dem die Gesprächsrunden wechselseitig auf Schiffen der Nationen abgehalten werden sollten. Die USA entsandten den Kreuzer USS Belknap, die Sowjetunion die "SLAVA". Die Schiffe legten nicht am Kai an, sondern lagen auf Reede. Als ein Sturm ausbrach, weigerte sich Gorbatschow auf Anraten seiner Berater, in einem kleinen Motorboot zur "SLAVA" zu fahren, so dass das Treffen auf dem Passagierschiff Maxim Gorkiy stattfand, das im Hafen angelegt hatte. Um die Moral der Besatzung dennoch zu heben, verbreiteten die sowjetischen Streitkräfte unter ihren Soldaten das Gerücht, dass der amerikanische Präsident seekrank sei. 1991, im Zuge des Zusammenbruchs der Sowjetunion, waren keine Mittel für eine notwendige Überholung des Schiffes vorhanden, und seine Verschrottung wurde geplant. Der Bürgermeister von Moskau intervenierte und beschaffte die Geldmittel für Modernisierung und Instandhaltung aus dem Stadthaushalt. Der Kreuzer wurde im Jahr 2000 nach Abschluss der Arbeiten und Erprobungen wieder in Dienst gestellt und ist das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte. In der Folge führte die "MOSKVA" mehrere Einsätze und Flottenbesuche durch, darunter im Jahr 2000 einen Besuch im französischen Cannes und ein Einsatz im Rahmen des Kaukasuskrieges 2008. Im September 2009 kam es zu einem Generatorbrand in einem Maschinenraum, der von der Presse zunächst als Bombenanschlag gewertet wurde. Auf einer Karibikfahrt besuchte der Kreuzer am 4. August 2013 Havanna auf Kuba und am 27. August La Guaira in Venezuela. Der Besuch war bis zum 29. August geplant. Danach nahm der Kreuzer und seine Begleitschiffe Kurs auf die Straße von Gibraltar, um sich der russischen Flotte anzuschließen, die im Mittelmeer patrouillierte. Ein Zusammenhang mit dem Flottenaufmarsch der USA im Zuge der Eskalation des Syrischen Bürgerkrieges bestand nach Angaben von Flottenchef Admiral Tschirkow jedoch nicht. Am 11. November 2013 wurde sie vom Schlachtkreuzer "PYOTR VELIKY" in der Rolle als Flaggschiff der Mittelmeerflotille abgelöst und kehrte nach Sewastopol zurück.

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