"K-515" - Fernmeldeaufklärung der Bundesmarine, Marinefernmeldesektor 73

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"B-515"

Das U-Boot wurde am 30. März 1975 in Gorki auf Kiel gelegt und lief am 29. April 1976 vom Stapel. Nach seiner Indienststellung am 29. Dezember 1976 wurde es der Nordflotte zugeteilt. Zwischen 1980 und 1984 führte es mehrere Patrouillen im Mittelmeer durch und besuchte im Oktober 1985 Havanna. 1996/1997 trug der ukrainische Künstler Alexander Ponomarjow im Rahmen eines Kunstprojektes über die gesamte U-Bootslänge oberhalb der Wasserlinie ein Muster gelber, weißer und roter Formen auf. 1998 wurde das U-Boot zur Reserve der Flotte versetzt und im April 2001 schließlich außer Dienst gestellt. 2002 wurde das U-Boot an einen deutschen Unternehmer verkauft und bei Blohm & Voss zum Museumsschiff U-434 umgebaut. Es kann in Hamburg besichtigt werden. Das Unterseeboot "U-434" stammt aus der U-Bootwerft Krasnoje Sormowo in Nischni Nowgorod und wurde 1976 in nur acht Monaten gebaut. Es wurde in den Dienst der sowjetischen Nordflotte gestellt und blieb bis zum April 2002 im Dienst. Das noch funktionstüchtige U-Boot ist eines der weltweit größten nicht atomgetriebenen U-Boote und wurde überwiegend für Spionageeinsätze genutzt. Aus diesem Grund besitzt es eine sechs Zentimeter dicke Gummibeschichtung, so dass es mittels Sonar nur schwer zu orten ist. Laut Museumsbroschüre konnte das U-Boot bis zu 400 Metern Tiefe tauchen und wurde von drei 1733-PS-Dieselmaschinen, drei 1740-PS-Elektromaschinen und einer Maschine für Schleichfahrt angetrieben. Es erreichte aufgetaucht eine Geschwindigkeit von 13 Knoten und getaucht von 16 Knoten. Die maximal mögliche Zeit, die das U-Boot durchgängig getaucht sein konnte, betrug bei voller Besatzung etwa 3 1/2 Tage. Nachdem es außer Dienst gestellt worden war, kauften es Investoren für eine Million Euro und ließen es nach Hamburg bringen. Der Transport verschlang eine weitere Million. "U-434" liegt heute am Fischmarkt (St. Pauli Fischmarkt 10) in unmittelbarer Nähe zu den Landungsbrücken und dient dort als Museumsschiff „U-Bootmuseum Hamburg". Bis zum 15. April 2010 lag das U-Boot in der Hamburger HafenCity.

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