"K-424" - Fernmeldeaufklärung der Bundesmarine, Marinefernmeldesektor 73

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"K-424"

Das U-Boot wurde am 30. Januar 1974 als Projekt 667BD DELTA-II KLASSE mit der Baunummer 355 auf Kiel gelegt aber noch während der Bauzeit zum Projekt 667 BDR DELTA-III KLASSE umgebaut; allerdings blieb die elektronische Ausrüstung mit dem alten Sonarsystem MGK-100 „Kertsch“ unverändert, nur der Raketenkomplex wurde auf den D-9R modernisiert. "K-424" lief am 31. Dezember 1975 vom Stapel. Das U-Boot wurde bei den Abnahmetests im September 1976 bei einer Grundberührung in 200 Metern Tiefe beschädigt. Die Reparatur dauerte einen Monat. Am 18. Januar 1981 brach durch eine glimmende Zigarettenkippe ein Feuer in einem Aktivkohlefilter im Kontrollraum aus, wodurch das U-Boot zum Auftauchen gezwungen wurde.1982 führte das U-Boot mehrere Auftauchmanöver durch die arktische Eisdecke durch und war 1984 auf einer Patrouille unterwegs, die "K-424" bis zum Äquator führte. 1986 führte sie an der Oberfläche einen Teststart einer Rakete ohne scharfen Sprengkopf durch, der aber scheiterte, als der Hauptantrieb der Rakete nicht zündete und die Waffe kurz nach dem Verlassen des Rohres zurück auf das Deck des U-Bootes stürzte. Der Treibstoff der Rakete brannte für zwei Stunden an Deck, bevor Löschschiffe das Feuer unter Kontrolle brachten. Am 28. März 1995 wurde das U-Boot außer Dienst gestellt. Im Jahr 2000 begann seine Verschrottung auf der „Swjosdotschka“-Werft.

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