"K-171" - Fernmeldeaufklärung der Bundesmarine, Marinefernmeldesektor 73

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"K-171"

Das U-Boot mit der Baunummer 340 wurde am 24. Januar 1973 in Sewerodwinsk auf Kiel gelegt und lief am 4. August 1974 vom Stapel. Es wurde zunächst der Nordflotte zugeteilt, aber schon 1976 zur Pazifikflotte versetzt. Am 28. Dezember 1978 kam es im Heimathafen bei Wartungsarbeiten im Reaktorraum zu einem Zwischenfall, als sich durch Unachtsamkeit mehrere hundert Liter Wasser über das Gehäuse des abgeschalteten Reaktors ergossen. Der verantwortliche Offizier beschloss, das Ereignis vor seinen Vorgesetzten zu verheimlichen. Er ließ den Reaktor anfahren um durch die dann steigende Temperatur der Reaktorhülle das Wasser einfach verdampfen zu lassen. Als nichts geschah, betrat er mit zwei weiteren Seeleuten die Reaktorkammer, um nachzusehen. Der mittlerweile durch das verdampfende Wasser erhöhte Luftdruck in der Kammer machte es unmöglich, das Schott zum Raum von innen wieder zu öffnen, so dass alle drei durch die hohen Temperaturen im Reaktorraum getötet wurden. "K-171" wurde am 28. März 1995 außer Dienst gestellt und ab 1999 von der Werft „Stern“ bei Bolschoi Kamen verschrottet.

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