"K-159" - Fernmeldeaufklärung der Bundesmarine, Marinefernmeldesektor 73

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"K-159"

Das "K-159" war ein Atom-U-Boot der sowjetischen und später der russischen Marine. Es gehörte der NOVEMBER-KLASSE an. 2003 sank das außer Dienst gestellte U-Boot mit neun Besatzungsmitgliedern während des Schlepps zur Abwrackung. Das "K-159" wurde 1962 auf Kiel gelegt und lief 1963 vom Stapel. Das U-Boot konnte im Oktober 1963 offiziell in Dienst gestellt werden. Am 2. März 1965 gelangte an Bord des "K-159" radioaktives Material in den eigentlich strahlungsfreien Sekundärkreislauf des Druckwasserreaktors und damit in den gesamten Antriebsstrang. Das U-Boot wurde erst ab 1967 überholt, wobei auch große Teile des Antriebs ausgetauscht wurden. Das "K-159" wurde am 30. Mai 1989 außer Dienst gestellt. Ohne weitere Maßnahmen wurde das U-Boot in der Marinebasis Gremicha verankert, selbst die Kernbrennstoffe wurden nicht entfernt (im U-Boot liegt weit mehr radioaktives Material als in der maroden Schachtanlage Asse). 2003 erhielt die Marine schließlich Gelder aus dem internationalen Fonds zur umweltgerechten Entsorgung des "K-159" und weiterer U-Boote. Da sich das "K-159" in schlechtem Zustand befand, waren bereits seit Jahren vier große leere Tanks als Pontons an seinem Rumpf vertäut worden, um das U-Boot über Wasser zu halten. Beim Abschleppen des U-Bootes zu einer Werft in Poljarny, wurden diese Tanks nicht demontiert und mit den korrodierten Stahltrossen am U-Boot belassen. Am 28. August 2003 sollte das Abschleppen des U-Bootes beginnen. Es befanden sich zehn Seeleute an Bord des U-Bootes. Am 30. August wurde das U-Boot durch über die verrotteten Stopfbuchsen eindringendes Wasser plötzlich hecklastig. Später riss die See einen der noch aus dem Zweiten Weltkrieg stammenden Pontons weg, worauf das U-Boot einige Stunden später in das 238 Meter tiefe Wasser versank. Mit ihr gingen sieben Mann der Besatzung unter, zwei weitere wurden tot geborgen, ein Seemann überlebte. Im Mai 2004 wurde der damalige Befehlshaber der Nordflotte, Gennadi Sutschkow, von einem Militärgericht wegen fahrlässiger Tötung zu vier Jahren Haft, mit einer Bewährungsfrist von zwei Jahren, verurteilt. Im Juli 2007 gab die russische Marine bekannt, das versunkene U-Boot bergen zu wollen.

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